20
Mrz
2014
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PCOS und Insulinresistenz

Hallo ihr Lieben,
vorab – ich habe keinen ärztlichen Hintergrund! Ich möchte nur meine Erfahrungen mitteilen.

Vor 2 Jahren wurde bei mir PCOS mit einer einhergehenden Insulinresistenz festgestellt. Eine Krankheit, die kaum jemand kennt oder überhaupt erkennt. Die eher auf Verdacht getestet wird und wo das Ergebnis teils mit Diabetiker-Medikamenten behandelt wird. PCOS ist eine weit verbreitete Störung des Hormonhaushalts, die oftmals gar nicht auffällt. PCOS bringt viele Symptome und Unangenehmheiten mit sich, bis zur Kinderlosigkeit (-> mit viel Aufwand kann Frau in den meisten Fällen aber trotzdem schwanger werden).
PCOS ist ein Teufelskreis in dem man nicht die Ursache direkt angehen kann, sondern über einen langen Zeitraum die Symptome bekämpfen muss, damit der Körper sich von PCOS erholt und nicht mehr erkrankt ist, oder zumindest soweit ist die Symptome in Schacht zu halten.

PCOS und Insulinresistenz wurden durch meinen Gynakologen nach 6 Monaten andauernder unbegründeter Zunahme festgestellt. Ich hatte mein Leben lang Probleme mit meinem Gewicht, bis ich in der Ausbildung schaffte abzunehmen und glücklich jahrelang 60kg halten zu können. Vermutlicherweise habe ich seit meinen Jugendjahren PCOS – dadurch dass ich immer sehr sportlich war ist es jedoch nie stark ausgebrochen. Erst durch die Umstellung auf hormonelle Verhütungsmittel, die direkt ins Blut abgegeben werden, ist es irgendwann „ausgebrochen“.

Innerhalb von 6 Monaten nahm ich unbegründet zu und wurde immer panischer. Aber die Ziffern auf der Waage stiegen unaufhörlich in die Höhe. Ängstlich bin ich erst zu meinem Hausarzt gedackelt, dann zu einer Ernährungsberatung, es brachte nichts. Ich aß immer weniger und wurde immer dicker. Ja die Angst vorm Jojo-Effekt war da, aber ich wusste einfach nicht mehr was ich tun sollte, bis mein Gynakologe PCOS und eine Insulinresistenz diagnostiziert hat. Da war das Kind jedoch schon in den Brunnen gefallen und ich hatte einen Berg von 45kg vor mir, den es nun zu bewältigen gab. Dank der Insulinresistenz ist das jedoch nicht so einfach, da man nie von einer möglichen wöchentlichen Abnahme ausgehen kann. Ich möchte aber gern ein paar Tipps und Tricks verraten, die zumindest mir geholfen haben.

Symptome:

Zysten der Eierstöcke Übergewicht
Zyklusstörung erhöhte Blutfettwerte
Vermehrte Ausschüttung von
männl. Geschlechtshormonen
Insulinresistenz
erhöhter Haarausfall Bluthochdruck
Unerfüllter Kinderwunsch vermehrte männl. Behaarung
Akne  

Diagnostik:
Klinische Untersuchung und Anamnese
Körperliche Untersuchung
Ultraschall
Blutuntersuchung mit Hormonbestimmung
Zuckerbelastungstest (wg. Insulinresistenzbestimmung)

Was hat mir bisher geholfen (insbesondere beim abnehmen mit Insulinresistenz?

Abnehmen -> Hilft gegen Insulinresistenz und die im Bauchfett gebildeten männl. Geschlechtshormone und ist somit essentiell!

  • Kohlenhydrate rezudieren – Wirkt sich positiv auf eine Insulinresistenz aus, da der Blutzuckerspiegel im niedrigen Bereich bleibt. Häufig wird auch der Verzehr von Vollkornprodukten vorgeschlagen, da die wenigsten eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten durchführen wollen. Umso weniger Kohlenhydrate umso besser
  • Auf Zucker verzichten – Zucker bringt noch mehr Insulinausschüttung (Alternativen reines Stevia und Xucker!)

Bewgung!

  • Mehr Bewegung im Alltag – ist immer sinnvoll!
  • Mehrmals wöchentlich Sport – Regt den Stoffwechsel an und hilft gegen Übergewicht. Hilft ebenfalls bei Insulinresistenz

Mittlerweile gibt es – meiner persönlichen Meinung nach – einige Anlaufstellen im Internet die eine leicht verständliche Informationsbasis bieten:
Fachliche Übersicht im Diabetes-Ratgeber
Bericht bei Baby und Familie
Artikel über Insulin, Zucker und Muskeln und die Reaktion im Körper

Dies war ein erster grober Einblick in meine Welt von PCOs. Ich möchte in den nächsten Wochen weiter auf Veränderungen und Fortschritte eingehen und freue mich über Kommentare – natürlich auch/gerade von Betroffenen! Alle Angaben sind ohne Gewähr, wenn jemand Verbesserungen hat würde ich mich freuen diese Erfahrungen hier mit einarbeiten zu dürfen.

Viele Grüße,
Alltagsheldin

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